PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Der Muttermundskrebs (Zervixkarzinom)

Der Muttermundskrebs ist der Krebs der jüngeren Frau. Dank der regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen werden bösartige Veränderungen bei uns meistens rechtzeitig erkannt und können bereits im Anfangsstadium behandelt und geheilt werden. Veränderungen am Muttermund entstehen meist stufenweise über mehrere Monate und Jahre. Durch den sog. Krebsabstrich können solche Veränderungen frühzeitig entdeckt werden.

Normale Zellen --> leichte Veränderungen --> mässige Veränderungen
--> schwere Veränderungen --> Karzinom

Wenn der Krebsabstrich leichte oder mässige Veränderungen aufzeigt, werden die Kontrollen engmaschiger (alle 3-6 Monate) durchgeführt.
Bei Bedarf kann auch eine kleine Gewebsentnahme (Knipsbiopsie) am Muttermund entommen werden, damit die Veränderungen durch den Spezialisten (Pathologe) unter dem Mikroskop genauer untersucht werden können.
Erst bei anhaltenden mässigen bis schweren Veränderungen wird zur Behandlung eine sog. Ringbiospie (Konisation) vorgenommen. Dabei wird im Spital (meist in Narkose oder Spinalanästhesie) ein kleiner Teil des Muttermundes herausgeschnitten und zur Untersuchung eingeschickt. Im Allgemeinen ist die Patientin durch diesen Eingriff geheilt und es müssen lediglich weiterhin engmaschige Krebsabstrichkontrollen erfolgen. In seltenen Fällen ist es jedoch zur definitiven Heilung nötig, die Gebärmutter zu entfernen. Falls die Krebszellen eine gewisse Tiefe und Ausdehnung erreichen, muss die Gebärmutter mitsamt den Bändern und Lymphknoten des kleinen Beckens entfernt werden. Zum Glück ist dieser Eingriff nur noch selten nötig.

Ursachen für die Enstehung des Muttermundkrebses

Wir wissen heute, dass in den überwiegenden Fällen ein Virusbefall für die Enstehung von Veränderungen am Muttermund verantwortlich ist. Es handelt sich dabei um den Human-Papilloma-Virus (HPV). Wir kennen ca. 50 verschiedene HP-Viren, wobei etwa ein halbes Dutzend Viren als sog. "high-risk" Viren gelten, welche für die Enstehung von Krebsveränderungen verantwortlich gemacht werden. Dank Gentechnologie ist es uns heute möglich, den Virustyp mittels eines einfachen Abstriches zu bestimmen.

Die Verhaltensweise (früher ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern / Zigarettenrauchen) und soziale Herkunft (tiefes soziales Milieu) spielen ebenfalls eine Rolle.

 

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Stand: 02. August 2013