PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Schwangerschafts-Ultraschall: kindliche Anatomie

Mittels Ultraschall lassen sich bereits im Mutterleib die kindlichen Organe darstellen. Wird ein spezieller Befund erhoben, kann Ihnen die Untersuchung wichtige Entscheidungsgrundlagen liefern. Bereits im Früh-Ultraschall (10. - 12. Woche)  kann die grobe Struktur des Kindes beurteilt werden (stimmt das Verhältnis Kopf-Körper? / sind Arme und Beine vorhanden? besteht ein Nackenodem?). Besonders hilfreich ist der 3D-Ultraschall, wo die kindlichen Gliedmassen zu diesem Zeitpunkt besonders gut dreidimensional dargestellt werden können. Die eigentliche Routine-Untersuchung (=Screening) zur Darstellung der Organe findet zwischen der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche statt. Die modernen Ultraschallgeräte erlauben heute - wie die nachfolgenden Beispiele zeigen - einen differenzierten Blick in den kindlichen Körper. Denken Sie aber auch daran, dass aus verschiedenen Gründen nicht jedes Problem erkennbar ist!

 

usnacken.jpg (8973 Byte) Nackenoedem

Das Nackenoedem (Wasserstau unter der Nackenhaut) ist ein wichtiges Hinweiszeichen für das Vorliegen einer Erbgutstörung (meist Trisomie 21 oder 18). Das Phänomen findet sich meist nur zeitlich beschränkt zwischen der 9. und 16. Schwangerschaftswoche. Diese Messung fliesst auch in den sog. Ersttrimester-Test ein, welcher eine Risikoeinschätzung für das Vorliegen einer Trisomie 21 bietet. Als weitere Abklärung empfiehlt sich eine Fruchtwasserpunktion oder Chorionbiopsie.

herz4ka.jpg (7861 Byte) Herz 4-Kammerblick

Lassen sich alle 4 Herzkammern darstellen, so kann bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit ein folgenschwerer Herzfehler ausgeschlossen werden.
RV= rechter Ventrikel (Herzkammer)
RA= rechtes Atrium (Vorkammer)
LV= linker Ventrikel
LA= linkes Atrium

herz.jpg (8364 Byte) Grosse Herzgefässe

Der Abgang der grossen Herzgefässe lässt sich in verschiedenen Ebenen darstellen. Hier eine seitliche Ansicht.
P= pulmonal Arterie (Lungenarterie)
DB= Ductus botalli (Gefässverbindung die sich nach der Geburt schliesst)
AD= Aorta descendens (Bauchschlagader)

wirbel.jpg (12793 Byte) Wirbelsäule

Durch Darstellung der Wirbelsäule in verschiedenen Schnittebenen kann das Vorliegen einer spina bifida (sog. offener Rücken) ausgeschlossen werden. Dabei werden nicht nur die einzelnen Wirbelkörper betrachtet sondern auch ob diese durchgehend mit Haut gedeckt sind.

Auch hier kann der 3D Ultraschall weiterhelfen, die Anatomie der Wirbelsäule plastisch darzustellen

blase.jpg (9052 Byte) Blase und Nieren

Sieht man eine gefüllte Blase, ist dies ein indirekten Beweis, dass das Kind funktionstüchtige Nieren hat. Die Nieren selbst sind oft schwieriger zu sehen, können aber nach der 20.Woche mit guten Ultraschallgeräten ebenfalls dargestellt werden. Im Bild sieht man auch die geschlossene Bauchdecke.
Mit dem Farbdoppler können wir bei Bedarf auch die Nierenarterien darstellen

hand3.jpg (6890 Byte) Arme und Hände

Während der Arm meist problemlos zu sehen ist, braucht es zur Darstellung der Hand und der Finger meist Glück und Geduld, da das Kind im Bauch die Hand meist zu einer Faust geschlossen hat.

Im 3D Ultraschall lassen sich Hände und Füsse besonders schön darstellen, was besonders bei Verdacht auf eine Fehlbildung (z.B. Klumpfüsse) weiterhilft.

bein.jpg (8772 Byte) Beine und Füsse

Die unteren Extremitäten lassen sich meist ohne Probleme sehen. Mit einen geeigneten Schnitt durch Unterschenkel und Fuss kann das Vorliegen eines Klumpfusses ausgeschlossen werden (Klumpfüsse finden sich gehäuft bei Störungen des Erbgutes).

gesicht.jpg (7822 Byte) Kindliches Gesicht

Bei günstiger kindlicher Lage kann das Gesicht im Profil (siehe Bild bei Blase und Nieren oder Bildergalerie) oder wie hier von vorne dargestellt werden. Während Lippenspalten eher gesehen werden, ist der Nachweis einer Gaumenspalte schwieriger. Dank 3D Ultraschall lässt sich das Gesicht weit besser beurteilen

Die Darstellbarkeit der einzelnen kindlichen Organe hängt sehr vom Zeitpunkt der Untersuchung, der kindlichen Lage, der technischen Bildqualität (Fettleibigkeit, Ultraschallgerät) und natürlich der Erfahrung des Untersuchers ab. Ebenso setzt die 3D Darstellung voraus, dass das Kind günstig liegt udn ausreichend Fruchtwasser vorhanden ist.

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Stand: 02. August 2013