PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Unfruchtbarkeit : Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente zum Auslösen eines Eisprungs
Die intrauterine Insemination
Weitere Behandlungsmöglickeiten (IVF / ICSI / Eizellspende)

Medikamente zum Auslösen eines Eisprungs
Sollten die Abklärungen zeigen, dass bei der Frau das Heranreifen eines Eibläschens (=Follikel) ungenügend ist und damit ein Eisprung (=Ovulation) ausbleibt, sind wir heute in der Lage mit folgenden Medikamenten zu helfen:

Clomifencitrat (Clomid / Serophene)
Clomifencitrat ist eine Art "falsches Oestrogen" und bewirkt im Hirn eine Aktivierung des natürlichen Biofeedbackmechanismus. Dadurch wird die Ausschüttung der körpereigenen Follikel-stimmulierenden Hormone (FSH) aktiviert , was das Heranreifen eines Eibläschens (=Follikel) fördert. Das Medikament wird üblicherweise vom 3. - 7. Zyklustag als Tablette eingenommen und wird recht gut vertragen. Selten kommt es zu Wallungen. Der Vorteil liegt in der einfachen Anwendung,  im niedrigen Risiko für Mehrlingsschwangerschaften und im günstigen Preis. Das falsche Oestrogen kann jedoch den Muttermundsschleim ungünstig beeinflussen, sodass eine intrauterine Insemination nötig wird.
Urinäre Hormone (z. B. Merional)
Bis heute werden immer noch die Hormone FSH und LH aus dem Urin von Frauen in der Menopause gewonnen, wenn auch die gentechnologisch hergestellten Präparate diese "alten Hormone" zunehmend ablösen. Die Hormone müssen täglich ab dem 3.Tag in den Muskel gespritzt werden, weshalb oft eine Zweitperson die Spritzen applizieren muss. Diese Hormone sind alt bewährt und haben eine hohe Potenz die Eibläschen zu stimmulieren. Die Behandlung bedarf aber einer genauen Ueberwachung mittels Ultraschall und Hormonbestimmungen, um Mehrlingsschwangerschaften und Ueberstimmulierung der Eierstöcke zu vermeiden.
Gentechnologisch reine Hormonpräparate (Gonal-F / Puregon)
Seit 1997 stehen uns diese modernen Hormonpräparate zur Verfügung und werden auch von den Krankenkassen bezahlt. Dank der gentechnologischen Herstellung sind die Präparate von hohem Reinheitsgrad, weshalb sie besonders wirksam sind und auch selber durch die Patientin unter die Haut gespritzt werden können. Dadurch entfallen die häufigen Arzt oder Spitexbesuche, was die Anwendung wesentlich vereinfacht und den Stress für die Patientin vermindert. Auch hier muss die Heranreifung der Follikel genauestens überwacht werden. Wir konnten mit diesen Hormonen bereits mehrere Schwangerschaften erzielen. Falls der Samen des Partners normal ist, kann die die Befruchtung mittels normalem Geschlechtsverkehr erfolgen. Bei ungenügender Samenqualität erfolgt eine intrauterine Insemination oder eine in vitro Behandlung (-> IVF oder ICSI).
Medikamente zur Senkung des Prolaktinspiegels (Parlodel / Liserdol/ Dostinex)
Bei erhöhtem Prolaktinspiegel und manchmal in Kombination mit Clomifen, können die gleichen Tabletten, wie sie zum Abstillen verwendet werden, in niedriger Dosierung abends eingenomen werden. Dadurch verbessert sich die körpereigene Ausschüttung des FSH.
Medikamente zur Auslösung des Eisprungs (Ovitrelle / Pregnyl)
Um den Eisprung auszulösen wird HCG (=Humanes choreales Gonadotropin) verwendet, ein Plazentahormon mit sehr ähnlichen Eigenschaften zum körpereigenen LH (=Luteinisierendes Hormon). Neuerdings wird auch dieses Hormon mit gentechnologischen Verfahren in reinster Form hergestellt, es ist aber noch nicht kassenzulässig.

Die intrauterine Insemination
Bei ungenügender Qualität des männlichen Samens (zu geringe Anzahl Samen oder ungenügende Beweglichkeit) können die Samenzellen direkt in die Gebärmutterhöhle gespritzt werden. Somit gelangen sie einfacher in den Eileiter und an den Ort der Befruchtung. Der Samen muss jedoch zuerst mittels eines speziellen Verfahrens "gewaschen" werden, um ihn von Verunreinigungen und der Samenflüssigkeit zu trennen.
Wir können in der Praxis diese Samenaufbereitung nach verschiedenen Methoden durchführen. Die Erfolgsaussichten liegen bei einer Schwangerschaftsrate von 10-10% pro Zyklus, abhängig vom Grund der Kinderlosigkeit und der Samenqualität.

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Weitere Behandlungsmöglickeiten (IVF / ICSI)
Bei sehr schlechter Qualität des männlichen Samens stehen heute moderne, aber aufwendige Behandlungsnethoden zur Verfügung.
Da wir selber keine assistierten Behandlungsmethoden wie die Befruchtung im Reagenzglas (IVF=In-vitro-Fertilisation / "Retortenbaby") und die direkte Sameneinspritzung in die Eizelle (ICSI=Intra-Cytoplasmatische Spermien-Injektion) durchführen, verweisen wir auf drei Kollegen, welche die Verfahren auf Ihrer eigenen Homepage darstellen. Auf Wunsch übernehmen wir aber gerne die Stimmulation mit Hormonen und die Ultraschallüberwachung.

Eizellspende (egg donation)

Ist bei der Frau die Eierstockfunktion erschöpft, kann auch auch eine Eizellspende (engl. egg donation) in Frage kommen. Leider ist dieses Verfahren in der Schweiz gesetzlich verboten (im Gegensatz zur Samenspende), so dass eine solche Behandlung im Ausland erfolgen muss. Weitere Informationen finden sich zum Beispiel auf der Homepage des Fertilitätszentrums von Valencia (www.ivi.es)

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Stand: 02. August 2013