PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Eileiterunterbindung mittels Bauchspiegelung
(Laparoskopische Sterilisation)

Nach abgeschlossener Familienplanung stellt die Unterbindung der Frau eine sichere Verhütungsmethode dar. Dies geschieht üblicherweise mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie), in dem auf beiden Seiten der Eileiter mit einer speziellen Zange gefasst und im mittleren Abschnitt auf einer Länge von ca. 2cm elektrisch koaguliert, d.h. "verschweisst" wird. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Schematische Darstellung der weiblichen Anatomie mit der Stelle, wo der Eileiter unterbrochen wird.

Üblicherweise wird der Eileiter mittels elektrischem Strom "verschweisst". Alternativ kann an der Stelle auch ein Metallclip oder ein kleiner Gummiring gesetzt werden.

Unmittelbar nach der Geburt kann der Eileiter in Narkose  auch durch einen kleinen Bauchschnitt unterhalb des Nabels herausgeführt und nach Umstechung mit einem Faden durchtrennt werden.

Durch einen kleinen Einstich im Nabel wird der Bauchraum in Vollnarkose mit Gas gefüllt und eine Faseroptik eingeführt. Dank neuster Videotechnik wird heutzutage das Bild mit einer miniaturisierten Kamera aufgenommen und der Eingriff am Bildschirm verfolgt (Alternativ kann wie auf diesem schematischen Bild auch direkt durch die Optik geschaut werden). Durch einen zweiten Einstich oberhalb des Schambeins wird die Koagulationszange eingeführt, um die Eileiter zu fassen und zu verschweissen.
 
Laparoskopische Sterilisation Dr.Villars
Intraoperatives Bild: Der linke Eileiter wird mit der elektrischen Zange gefasst und im mittleren Abschnitt auf einer Länge von 2-3cm koaguliert.
(© Operationsbild: Dr.med. P.Villars)
Intraoperatives Bild: identisches Vorgehen auf der rechten Seite. Die bereits koagulierte Stelle ist im Bild durch die weissliche Verfärbung sichtbar. Schön zu sehen ist auch der Eierstock (Ovar), welcher durch die Unterbindung nicht betroffen wird.
(© Operationsbild: Dr.med. P.Villars)

Risiken

Die laparoskopische Sterilisation ist eine Bauchoperation, welche in Vollnarkose durchgeführt wird. Dank der heutigen modernen Anästhesietechnik und der kontinuierlichen Überwachung ist das Narkoserisiko minim und Zwischenfälle zum Glück kaum mehr beschrieben. Bei der Operation können in sehr seltenen Fällen Organe im Bauchraum verletzt werden, vor allem, wenn bei der Patientin vorausgegangene Bauchoperationen bekannt sind (Darm- und Harnleiterverletzungen, Blutungen durch Anstechen von Blutgefässen.)

Verhalten nach der Operation

Die Klinik kann bereits wenige Stunden nach der Operation verlassen werden. In den ersten 24 Stunden nach der Narkose sollte kein Fahrzeug selber gesteuert werden. Die Arbeit kann bereits nach 1 oder 2 Tagen wieder aufgenommen werden. Duschen ist mit einem Folienverband sofort erlaubt, mit Baden sollte bis zur Entfernung der Hautfäden zugewartet werden. Im Allgemeinen bestehen kaum postoperative Schmerzen. Selten können in den ersten 24 Stunden leichte Schulterschmerzen rechts durch Reizung der Zwerchfellnerven auftreten.

Sexualität nach Sterilisation

Auf Grund der Sicherheit der Methode (Versagerquote kleiner 0,2%) lässt sich die Sexualität unbeschwerter erleben, weshalb mit keiner Beeinträchtigung zu rechnen ist.

Hormone

Die Hormonproduktion in den Eierstöcken sollte nach einer Sterilisation nicht verändert sein. In der Literatur wird sehr selten von Hormonstörungen berichtet, vor allem nach nicht fachgerecht durchgeführter Operation (Störung der Eileiterdurchblutung nach übermässiger Koagulation). Ich konnte bisher in der Praxis bei meinen eigenen Patientinnen noch nie ein postoperatives Hormonproblem beobachten.

Rückgängigmachung (Refertilisierung)

Grundsätzlich sollte der Eingriff erst durchgeführt werden, wenn sicher kein (weiterer) Kinderwunsch mehr besteht. Im Zweifelsfall sollte lieber auf eine andere Verhütungsmethode zurückgegriffen werden (z.B. Spirale Mirena oder GyneFIX). Sollte dennoch der Wunsch nach einer Schangerschaft auftreten, kann (sofern der Eileiter korrekt unterbunden und nicht vollständig zerstört wurde) der Eileiter unter dem Mikroskop wieder vereinigt werden. (Keine Pflichtleistung der Krankenkassen!)

Kosten

Die Sterilisation stellt keine Pflichtleistung der Krankenkasse dar. Je nachdem, ob der Eingriff als alleinige Operation oder in Kombination mit einer anderen Operation kombiniert wird, belaufen sich die Kosten in Zürich zwischen 500 und ca. 2500 Franken.


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Stand: 02. August 2013