PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Laparoskopische Hysterektomie oder subtotale Hysterektomie

Wenn eine Frau unter starken Perioden-Blutungen oder -Schmerzen leidet und andere Behandlungsalternativen versagt haben, kann eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) oder Teilentfernung (subtotale Hysterektomie) diskutieren werden. Übermässig starke Menstruationsblutungen führen häufig zu einem Eisenmangel, einer Blutarmut (Anämie) oder zu vermehrter Müdigkeit. Auch eine Zunahme der Gebärmuttergrösse bedingt durch Myome und damit verbundenen Druckbeschwerden kann eine Indikation für eine Hysterektomie darstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Gebärmutter zu entfernen: durch einen Bauchschnitt (meist "Bikini"-Schnitt), durch die Scheide oder neuerdings schonend mittels Laparoskopie. Welche Methode für eine Patientin geeignet ist, muss nach einer eingehenden gynäkologischen Untersuchung und im Beratungsgespräch individuell festgelegt werden. Die laparoskopische Methode hat den Vorteil von geringeren Schmerzen nach der Operation und deutlich rascherer Erholung.
Voraussetzung für eine laparoskopische Hysterektomie ist ein freier Zugang in den Bauchraum, da schwere Verwachsungen (z.B. bedingt durch vorgängige Operationen oder Entzündungen usw.) die laparoskopische Operation erschweren können. Leichtere Verwachsungen lassen sich aber meistens gut per Bauchspiegelung lösen. Auch eine zu grosse Gebärmutter kann die Sichtverhältnisse derart erschweren, dass ein Bauchschnitt nötig sein kann. Die Gebärmutter kann ganz, d. h. unter Mitnahme des Gebärmutterhalses, erfolgen oder teilweise unter Belassung desselben. Bei der teilweisen Entfernung werden die Bänder (und die darin verlaufenden Nerven) intakt belassen. Die Erholung ist erstaunlich rasch und es ist auch nicht nötig, dass sich die Patientin für mehrere Woche schont. Die Vor- und Nachteile beider Methoden müssen zuvor individuell diskutiert werden.

Laparoskopischer Zugang

Als Erstes wird von der Scheide her ein Führungsinstrument (Manipulator) in die Gebärmutter eingelegt, damit diese während der Operation bewegt werden kann. Eine Keramik-Kappe über dem Muttermund ermöglicht es später, die sicherer von der Vagina abzusetzen.
Der Bauchraum wird durch eine dünne Kanüle mit Luft (CO2)gefüllt damit eine freie Sicht auf die Bauchorgane ermöglicht wird. Im Bereich des Nabels wird die Optik mit der Kamera eingeführt. Im Unterbauch werden durch kleine (5-10mm) Schnitte die benötigten Operationsinstrumente eingeführt (wie z. B. elektrische Schere, Ultraschallmesser, blutstillende Klemmen usw.). Durch die Kamera wird das Bild auf einen grossen Fernsehmonitor übertragen. Die modernen Optiken und Instrumente erlauben ein sehr präzises Operieren.

 

Schnittführung

Der Eileiter (Tube) und die Eierstöcke (Ovar) werden uterusnahe abgetrennt. Wird die Gebärmutter inklusive Gebärmutterhals (Zervix) total entfernt, wird der Schnitt bis zur Keramik-Kappe geführt und die Gebärmutter anschliessend durch die Scheide entfernt. Der Verschluss der Vagina erfolgt entweder durch laparoskopische Nähte oder je nach Situation von der Scheide her.
Bei einer teilweisen Gebärmutterentfernung (= suprazervikale Hysterektomie) wird der Schnitt nur bis zum Gebärmutterhals geführt und der Uterus knapp oberhalb davon abgetrennt.

Bei der Operation muss darauf geachtet werden, dass die benachbarten Organe (Darm, Harnleiter, Blase) nicht verletzt werden. Bei starken Blutungen oder schlechten Sichtverhältnissen ist es deshalb in seltenen Fällen nötig, die Operation durch Bauchschnitt zu beenden.

Wir können eine laparoskopische Hysterektomie in den meisten Privatkliniken durchführen. Der Spitalaufenthalt dauert meistens nur 2-3 Tage. Für eine eingehende und individuelle Beratung stehen wir gerne zur Verfügung.
 

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Stand: 02. August 2013