PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Vermehrter Ausfluss als Zeichen einer Infektion
Pilzinfektionen (vaginaler Soor)
Herpes genitalis
Bakterielle Vaginose
Chlamydieninfektion
Trichomonaden
Weitere sexuell übertragene Infektionen

Im folgenden finden Sie eine kleine Übersicht über die wichtigsten gynäkologischen Infektionen in der täglichen gynäkologischen Praxis.

Vermehrter Ausfluss als Zeichen einer Infektion

Wie lästig der Scheideneinfluss empfunden wird, ist subjektiv und Frau zu Frau sehr verschieden. Der normale Ausfluss ist weisslich und hat keinen besonderen Geruch. Je nach Zyklusphase ist der Ausfluss unterschiedlich. Um die Zyklusmitte und kurz vor der Periode bemerken viele Frauen einen vermherten Ausfluss.
Anzeichen für eine Infektion sind eine Veränderung der Ausflussfarbe, ein unangenmer Geruch (Fischgeruch) und Missempfindungen wie Juckreiz und Brennen.

Die normale Scheidenflora enthält vorwiegend Milchsäurebakterien. Jedoch finden sich (in geringer Zahl) praktisch sämtlich Keime der Haut und des Darmes auch in der Scheide. Wenn die Milchsäurebakterien durch andere Keime verdrängt werden und sich der Säuregrad der Vagina ändert, führt dies zu lästigen Infektionen. Begünstigend kann eine Veränderung des Hormonhaushaltes sein (sowohl zuviel als auch zuwenig Hormone). Weitere Faktoren sind Zuckerkrankheit (Diabetes), psychischer Stress und Sexualgewohnheiten.

Pilzinfektionen (vaginaler Soor)

Infektionen mit Hefepilzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Bereich der Vagina. Typisch sind ein weisslich-bröckeliger Ausfluss und ein störender Juckreiz.
Pilzinfekte lassen sich meistens problemlos mittels Scheidenzäpfchen oder Tabletten behandeln. Bei wiederkehrenden Infekten kann eine längerfristige Tabletteneinnahme (z.B. 1x im Monat nach der Periode) helfen. Bei der Intimpflege sollte darauf geachtet werden von vorne (dem sauberen Teil) nach hinten (dem verunreinigten Teil) zu waschen. Bei empfindlicher Haut sind Seifen zu vermeiden, die Haut sollte viel besser mit Babyoel und fettenden Salben behandelt werden. Auch verdünntes Teebaumoel hilft die Keime zu bekämpfen. Bei der Ernährung sollte auf eine Verminderung des Zuckerkonsums geachtet werden und reichlich Yogourt (mit Laktobazillen) oder entsprechende Drinks eingenommen werden. Lockere Kleidung und die Vermeidung von Slipeinlagen mit Plastikfolien lassen die Haut besser atmen (Pilze gedeihen besonders gut in feuchter, warmer Umgebung!).

Herpes genitalis

Die Herpesinfektion wird durch einen Virusbefall verursacht. Zur Virusübertragung ist meist ein enger körperlicher (sexueller) Kontakt nötig. Typische Symptome sind ein Juckreiz und später Schmerzen, wobei kleine Bläschen auftreten, welche platzen und offene Stellen bilden. Die erste Infektion verursacht meistens mehr Beschwerden, spätere Infekte laufen milder ab. Heute finden wir sowohl den typischen Herpes genitalis Virus (Typ 2) als auch den Herpes labjalis Virus (Typ1 / wie bei Fieberläschen der Lippen). Durch virushemmende Tabletten und Crèmen kann die Infektion gezielt behandelt werden. Da sich der Herpesvirus nie gänzlich auslöschen lässt, kann eine Herpesinfektion immer wieder auftreten. Manchmal ist es von Vorteil, die Behandlung mit Tabletten über mehrere Monate fortzuführen.

Bakterielle Vaginose

Der Befall der Scheide mit punktförmigen Bakterien (Gardnerella vaginalis) führt zu einem vermehrten gräulich, übelreichenden Ausfluss (Fischeruch bei der Menstruation   oder nach Geschlechtsverkehr). Meistens sind keine oder nur milde Beschwerden vorhanden. Mittels Tabletten oder Scheidenzäpfchen / Crèmen lässt sich die Infektion problelos behandeln. Da der Erreger mittels Geschlechtsverkehr übertragen wird, sollte der Partner immer behandelt werden.

Chlamydieninfektion

Chlamydien sind Bakterien, welche sowohl für chronische, symptomlose Infektionen als auch für schmerzhafte Eileiterentzündungen verantwortlich sind. Durch den Befall der Eileiter können Verklebungen und eine nachfolgende Kinderlosigkeit auftreten. Heimtückisch sind vor allem die chronischen Infektionen ohne oder mit nur geringen Beschwerden. Häufig bemerkt die Frau nur einen leicht vermehrten Ausfluss. Beim Mann treten häufig Harnröhrenbeschwerden auf (Brennen, tropfenförmiger Ausfluss), sodass die Patientin durch den behandelnden Arzt des Sexualpartners zu ihrem Frauenarzt überwiesen wird. Zur Sicherung des Infektes wird ein Abstrich aus dem Muttermundskanal entnommen. Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika, wobei die gleichzeitige Partnerbehandlung sehr wichtig ist.

Trichomonaden

Die Infektion wird durch Parasiten, sog. Pantoffeltierchen verursacht. Es handelt sich um eine sexuell übertragene Krankheit, welche im Zeitalter des vermehrten Condomgebrauchs nur noch selten in der gynäkologischen Praxis gefunden wird. Typisch finden sich ein vermherter, grünlicher, stinkiger Ausfluss.
Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika und ist problemlos.

Weitere sexuell übertragene Infektionen

Der Trippers (Gonorrhoe), die Syphillis, der weicher Schanker usw. sind in der täglichen gynäkologischen Praxis nur noch selten zu sehen und werden deshalb nicht gesondert behandelt. Sicherlich finden Sie beim Surfen im WWW interessante Webseiten zu diesen Erkrankungen.
Betreffend HIV-Infektion verweise wir ebenfalls auf andere Webseiten.

 

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Stand: 02. August 2013