PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
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Hydrosonographie

Krankhafte Veränderungen im Innern der Gebärmutterhöhle wie Polypen und Myome lassen sich rel. einfach mittels vaginalem Ultraschall darstellen. Zur besseren Darstellung solcher Befunde setzen wir neu die Hydrosonographie ein. Dabei wird die Gebärmutterhöhle mit wenig physiologischer Kochsalzlösung (NaCl) über einen feinen Katheter gefüllt, so dass sich die Befunde besser von der Umgebung abheben und die Operationsindikation sicherer festgelegt werden kann.
Mittels einer Hysteroskopie (=Gebärmutterspiegelung) können die Veränderungen genauer inspiziert und entsprechend entfernt werden. Nachfolgend zwei Beispiele von krankhaften Befunden, die wir 1999 in dieser Weise diagnostiziert und operiert haben:

Erster Fall: 32-jährige Patientin mit sehr starken Periodenblutungen

Vaginalsonographie Polyp Vaginaler Ultraschall:

Auf dem Bild erkennt man ein echohelles 16-17mm dickes Areal, das sich aber von der Gebärmutterhöhlenwand schlecht abgrenzen lässt. Wir entschliessen uns deshalb, später eine Hydrosonographie durchzuführen.

Hydrosonographie Polyp Hydrosonographie:

Nach Injektion von wenigen ml NaCl lässt sich jetzt der Polyp sehr schön abgrenzen.
Auf Grund dieses Befundes wurde mit der Patientin die Indikation zur Hysteroskopie besprochen.

Hysteroskopie Polyp Hysteroskopie:

Auf dem Bild erkennt man den Polypstiel, welcher mit der Elektroschlinge durchtrennt wird. Anschliessend wurden die Wände der Gebärmutterhöhle mit einem scharfen Löffel ausgeschabt (scharfe Curettage)

Operationspräparat Polyp Operationspräparat:

Das Bild zeigt die entfernten Polypfragmente.
Die histologische Untersuchung ergab einen gutartigen Polypen der Gebärmutterschleimhaut.

Seither fühlt sich die Patientin viel besser und die Menstruation ist wieder normal.

Zweiter Fall: 57-jährige Patientin mit Schmierblutungen unter Hormonersatzbehandlung

Vaginaler Ultraschall:

Das Ultraschallfoto zeigt im Gebärmutterinnern ein helles Echoareal, das polypverdächtig ist. Die Abgrenzung zur Umgebung ist jedoch schwierig.

Hydrosonographie:

Nach Injektion der Kochsalzlösung lässt sich der Polyp nun sehr schön abgrenzen (Pfeil). Auch in diesem Fall ergibt sich die Indikation zur Operation.

Hysteroskopie:

Der Polyp ist anlässlich der Gebärmutterspiegelung sehr schön sichtbar.

Resektion mit Elektroschlinge

Mit der Elektroschlinge kann nun der Polyp stückweise entfernt werden. Zum Schluss werden die Gebärmutterwände mit dem scharfen Löffel sauber ausgeschabt.

Schlussbild:

Die Schlusskontrolle ergibt nun rundum saubere Wände in der Gebärmutterhöhle

Die 57-jährige Patientin hat sich vom Eingriff sehr rasch erholt und konnte bereits 2 Stunden nach dem Eingriff wieder aufstehen.

 

(Alle Bilder Copyright Dr.P.Villars, Zürich)

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Stand: 02. August 2013