PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

Dufourstrasse 143  CH-8008 Zürich  Switzerland
Tel.(+41) 044-389 22 11  Fax.(+41) 044-389 22 12

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Brustkrebs: Abklärung und Behandlung

Falls eine Frau von einer Brustveränderung betroffen ist und der Verdacht auf ein Brustkrebs besteht, ist es nicht zuletzt aus psychologischen Gründen besonders wichtig, die Abklärung fachgerecht und möglichst rasch durchzuführen. Als Mitglied des Aerztenetzwerkes des Brustzentrums Seefeld bin ich in der Lage, alle notwendigen Abklärungen und Behandlungen selber kompetent aus einer Hand anzubieten, so dass kein Arztwechsel nötig ist. Dank modernster Ausrüstung in den Privatspitäler, können wir unsere Patientinnen schonend und mit guten ästhetischen Ergebnissen operieren. Wo angebracht, können wir auch die neue Sentinel-Methode zur Biopsie der Achsellymphknoten anwenden. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Diagnostik so rasch und so weit voranzutreiben, dass die definitive Diagnose (Brustkrebs ja oder nein) bereits vor einer Brustoperation klar ist. Unser hochauflösendes 3D Ultraschall hilft uns dabei, verdächtige Befunde genauer abzuklären (insbesonders bei unklaren mammographischen Befunden oder bei röntgendichten Brüsten).

Abklärung

Verdächtige Veränderungen lassen sich zum grössten Teil bereits in der Praxis mittels Feinnadelpunktion oder Stanzbiopsie in örtlicher Betäubung unter Ultraschallkontrolle abklären. Das Ergebnis steht in der Regel bereits nach 24 Stunden fest. Mit unserem hochauflösenden 3D Ultraschall lassen sich auch bei kleinsten Befunden verdächtige Krebsfüsschen feststellen.
Bei der Feinnadelpunktion wird der Befund mit einer feinen Nadel mit Hilfe des Ultraschalls punktiert und Zellmaterial gewonnen, welches der Zytologe untersuchen kann. Durch Punktion unter Ultraschallkontrolle wird gesichert, dass die richtige Stelle angestochen wird. Die Punktion ist nicht viel schmerzhafter, als eine Blutentnahme.

Bei der Stanzbiopsie (Truecut-Biopsie) verfährt man ähnlich, wobei die Stelle zuerst mittels örtlicher Betäubung unempfindlich gemacht wird. Durch die etwas dickere Hohlnadel lassen sich feine Gewebszylinder gewinnen, welche durch den Pathologen besonders gut untersucht werden können. Damit lässt sich in den allermeisten Fällen die Diagnose eines Brustkrebses stellen bzw. ausschliessen.

Über die schonende Entfernung von gutartigen Knoten orientiert unsere separate Seite.

Operation bei Brustkrebs

Da wir heute dank Mammographie und Ultraschall meistens kleine Tumoren vorfinden, lässt sich ein Brustkrebs in ca. 80 bis 90% brusterhaltend operieren. Dabei wird der Knoten mit einem Sicherheitsrand entfernt und die Wundhöhle durch sorgfältiges Präparieren des umliegenden Gewebes wieder so weit gedeckt, dass sehr schöne kosmetische Ergebnisse ohne Einziehungen erzielt werden. Bei brusterhaltendem Vorgehen ist immer eine Nachbestrahlung der Brust notwendig.

Brusterhaltende Operation mit Sentinelbiopsie

Zunächst wird der Tumor mit einer radioaktiven Substanz und mit blauem Farbstoff umspritzt. Mit Hilfe einer Gammasonde werden nun die radioaktiv markierten Lymphknoten in der Achselhöhle aufgesucht. Ein kleiner Schnitt genügt, um die blau markierten Lymphknoten zu finden. Die Wunde ist dadurch viel kleiner, als bei einer vollständigen Ausräumung der Lymphnoten und damit ist auch die Gefahr einer späteren Armschwellung deutlich vermindert. Die entfernten Knoten werden zur Schnellschnittuntersuchung gegeben. Nur bei Befall der Lymphknoten ist eine vollständige Ausräumung der Achselhöhle nötig.

Anschliessend wird der Hautschnitt direkt über dem Tumor gelegt und das befallene Gebiet entfernt. Die Wunde wird durch eine Verschiebeplastik des umliegenden Brustgewebes wieder gedeckt.

Bei einem grösseren Befund oder bei einem ausgedehnten Befall des Brustgewebes ist es manchmal unumgänglich, die Brust vollständig zu entfernen. Dabei diskutieren wir mit der Patientin immer die Möglichkeit eines sofortigen Brustaufbaus mit einer Prothese oder mit Eigengewebe. Dank gutem Aerztenetzwerk und Zusammenarbeit mit ausgewiesenen plastischen Chirurgen, können wir unseren Patientinnen immer die optimalste Lösungt anbieten.

Nachbestrahlung der Brust

Bei einem brusterhaltendem Vorgehen ist eine Nachbestrahlung der Brust unbedingt nötig, um ein lokales Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Die heutigen Bestrahlungsgeräte und die Technik ist dank Computertechnik soweit optimiert, dass Bestrahlungsschäden weitgehend vermieden werden können. In der Regel sind ca. 20 bis 25 Sitzungen nötig, welche ambulant durchgeführt werden. Nach etwa einem halben bis einem Jahr ist von der Bestrahlung kaum mehr etwas zu sehen.

Chemotherapie

Die meisten betroffenen Frauen fürchten sich vor einer allfällig notwendigen Chemotherapie. Die Medizin hat aber inzwischen diesbezüglich grosse Fortschritte gemacht, so dass die Nebenwirkungen vermindert werden konnten. Ob eine Chemotherapie überhaupt nötig ist, hängt von der Tumorbeschaffenheit und vom Lymphknotenbefall ab. Die Situation wird deshalb mit jeder Patientin zusammen mit unseren Onkologen individuell besprochen, so dass eine massgeschneiderte Nachbehandlung zusammengestellt werden kann.

Hormonelle Nachbehandlung

Je nach Tumorbeschaffenheit (Rezeptoren für Hormone vorhanden?) und Alter der Patientin kann eine anschliessende Nachbehandlung mit Anti-Oestrogenen (Tamoxifen oder Aromatasehemmer) sinnvoll sein. Bei jüngeren Patientinnen vor der Menopause kann manchmal eine medikamentös induzierte Menopause die Prognose verbessern. In der Regel wird eine antiöstrogen Therapie über 5 Jahre fortgeführt.

Nachkontrollen

Selbstverständlich führen wir - manchmal abwechselnd mit unseren Onkologen - auch nach erfolgter Operation und Nachbehandlung die periodisch notwendigen Nachkontrollen durch. In den ersten 2 Jahren nach der Operation erfolgen die Kontrollen alle 3 Monate, später alle 6 Monate. Nach 5 Jahren kann wieder auf jährliche Kontrollen gewechselt werden. Üblicherweise empfehlen wir jährliche Mammographien und zusätzlich Ultraschallkontrollen der Brust.

Schlussbemerkung

Jede Frau sollte sich daran gewöhnen, ihre Brust regelmässig, am besten kurz nach der Periode, abzutasten. Bei einem unklaren Tastbefund sollten Sie nicht zögern, den Arzt aufzusuchen. Auch die regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen, ev. mit zusätzlichem Ultraschall, können helfen, bereits kleinste Tumoren zu finden und damit die Prognose des Brustkrebses zu verbessern. Ab 50 Jahren empfehlen wir zudem regelmässige Mammographien durchzuführen. Bei familiärer Belastung kann es sinnvoll sein, bereits früher (ca. mit 40 Jahren) eine Basis-Mammographie vorzunehmen. Weil jüngere Frauen oft über ein dichtes Brustgewebe verfügen, welches die Aussagekraft der Mammographie vermindern, sind zusätzliche Ultraschalluntersuchungen sinnvoll.
Dank optimaler Abklärung und Behandlung haben wir in der Schweiz weltweit einer der besten Prognosen bezüglich Brustkrebs. Eine "Vogel Strauss Politik" und ein Verdrängen von neu auftretenden Tastbefunden sollte deshalb möglichst der Vergangenheit angehören!
 

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Stand: 02. August 2013