PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

Dufourstrasse 143  CH-8008 Zürich  Switzerland
Tel.(+41) 044-389 22 11  Fax.(+41) 044-389 22 12

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Unerwünschte Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch

Eine unerwünschte Schwangerschaft stellt für viele betroffene Frauen eine Krisensituation dar. In einem solchen Fall ist es wichtig, seinen Frauenarzt oder seine Frauenärztin möglichst rasch aufzusuchen, um das Problem eingehend zu diskutieren. Im Gespräch kann ermittelt werden, ob ein Austragen der Schwangerschaft dennoch in Frage kommt oder ob eine Notlage besteht, welche einen Schwangerschaftsabbruch rechtfertigt. Seit Einführung der Fristenregelung kann jede Frau bis zur abgeschlossenen 12. Woche selber darüber entscheiden, ob sie die Schwangerschaft austragen möchte oder nicht. Das Gesetz verlangt  jedoch, dass die Notlage schriftlich bestätigt wird. Später benötigt man ein entsprechend ausführliches ärztliches Gutachten.

Grundsätzlich stehen für einen Schwangerschaftsabbruch (Interruptio) 2 Methoden zur Verfügung: bis zur 7.Woche (= 49 Tage ab 1. Tag der letzten Periode bzw. gemäss entsprechender Ultraschallmessung) kann ein Abbruch medikamentös erfolgen. Bis zur 12. Woche lässt sich eine Schwangerschaft auch mittels Absaugmethode operativ beenden. Bei weiter fortgeschrittener Schwangerschaft erfolgt der Abbruch mittels Geburtseinleitung. Bei allen Methoden ist es später problemlos möglich, erneut schwanger zu werden!

Medikamentöse Methode mit Mifegyne® (RU486)
Das Medikament Mifegyne
® ist ein Antiprogesteron (Antihormon), welches die Einnistung der Frucht stört. Es müssen am Tag 1 drei Tabletten Mifegyne® eingenommen werden. Damit die Frucht - wie bei einem natürlichen Abort - ausgestossen wird, müssen 48 Stunden später 2 Tabl. Cytotec® (= Prostaglandin) eingenommen werden. Das Prostaglandin verursacht Kontraktionen der Gebärmutter und damit das Ausstossen der Frucht. Die Einnahme von von Cytotec® ist zwingen nötig, auch dann, wenn bereits nach den Mifegyne® Tabl. Blutungen auftreten. Sonst besteht die Gefahr, dass die Frucht nur unvollständig ausgestossen wird. Nach dem Abort dauern die vaginalen Blutungen noch bis zu 14 Tagen, ähnlich wie bei einer verlängerten Periode. Der Arzt kontrolliert mittels Ultraschall, ob die Frucht tatsächlich vollständig ausgestossen wurde. In seltenen Fällen (<5%) ist eine Ausschabung nötig, um die restlichen Anteile aus der Gebärmutterhöhle zu entfernen.

Während wir noch vor einigen Jahren einen Schwangerschaftsabbruch fast ausschliesslich operativ durchführten, steht heute die medikamentöse Methode im Vordergrund. Nach eingehender Beratung können wir betroffene Frauen in unserem Ambulatorium optimal betreuen. Unsere Patientinnen werden durch eine ausgebildete Pflegefachfrau überwacht, so dass, wenn nötig, auch jederzeit Schmermittel verordnet werden können.

Operative Methode
Bei der Absaugmethode muss der Muttermundskanal sanft erweitert werden, so dass ein Absaugrohr eingeführt werden kann. In unserem eigenen Praxis-Operationsraum können wir den Eingriff schmerzfrei in Kurznarkose vornehmen. Wegen des Patientenkomforts (Schmerzen) verzichten wir auf eine Ausschabung in örtlicher Betäubung, seit uns eine Anästhesie durch eine Fachärztin zur Verfügung steht. Bei der operativen Methode ist es in sehr seltenen Fällen möglich, dass die Gebärmutter verletzt wird oder dass die Ausschabung unvollständig erfolgt. In letzterem Fall ist eine zweite Ausschabung nötig.

Vorteile von Mifegyne® Vorteile der Absaugmethode
  • Keine Operation
  • praktisch keine Komplikationen
  • weniger Kosten
  • keine Narkose nötig
  • Die Abtreibung wird weniger bewusst erlebt
  • weniger Schmerzen
  • schwächere und kürzere Blutungen
Nachteile von Mifegyne® Nachteile der Absaugmethode
  • mehr Schmerzen / Krämpfe
  • stärkere und längere Blutungen
  • Abtreibung wird bewusst erlebt
  • Ausstossung erfolgt nicht immer vollständig
  • operativer Eingriff
  • Gefahr von Gebärmutterverletzungen
  • meist Narkose nötig
  • höhere Kosten

Wir stehen Ihnen im Falle einer unerwünschten Schwangerschaft jederzeit für eine eingehende Beratung zur Verfügung und können Ihnen beide Methoden anbieten. Wichtig ist, dass sich eine Not leidende Frau möglichst rasch meldet.

Unsere Praxis erhielt von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich die Bewilligung zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen gemäss neuer Gesetzesänderung.

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Copyright © 1998 Dr.Pierre Villars, Facharzt Gynäkologie & Geburtshilfe, 8008 Zürich
Stand: 02. August 2013